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Vintage-Apotheke | Tiger Balm

Von Rangoon in die Welt: Die Herkunft und Tradition von Tiger Balm

Lange Zeit war die asiatische Heilkunde ein geheimes Wissen, das nur von einem großen Meister an seinen Schüler weitergegeben wurde. Zu diesen wohl gehüteten Geheimnissen gehörte auch die Rezeptur eines ganz besonderen Balsams. Für die chinesischen Kaiser entwickelt, versprach das Allheilmittel Linderung bei verschiedensten Beschwerden. Fast wäre dieser Schatz der traditionellen chinesischen Medizin verloren gegangen. Nur durch Zufall landete die Rezeptur vor fast 150 Jahren in den Händen von Aw Chu Kin, einem Pflanzengelehrten, der in der Stadt Rangoon einen kleinen Laden für natürliche Heilmittel führte. Mit Aw Chu Kin und seinen Söhnen Boon Par, dem „sanften Leopard“, und Boon Haw, dem „sanften Tiger“, beginnt die eigentliche Geschichte von Tiger Balm.

Alte Fotos über die Marke Tiger Balm | Tiger Balm

Zwei unterschiedliche Brüder, eine gemeinsame Idee

Die beiden Brüder Boon Haw und Boon Par verbrachten von klein auf viel Zeit miteinander und besuchten gemeinsam eine englische Schule. Trotzdem hätten sie unterschiedlicher nicht sein können: Boon Par, der Jüngere, übernahm schon früh Verantwortung und half regelmäßig im Laden des Vaters aus. Nebenbei bildete sich Boon Par im britisch besetzten Burma auch in westlicher Medizin fort. Boon Haw, der Ältere, wurde als Strafe für sein rebellisches Verhalten als Teenager zu seinem Großvater in die Provinz geschickt. In dem kleinen Dorf Chung Kan mitten im ländlichen China lernte Boon Haw die traditionelle chinesische Medizin in ihren Ursprüngen kennen.

Erst der Tod des Vaters brachte die beiden Brüder wieder zusammen: Gemeinsam übernahmen sie die kleine Apotheke und vereinten ihre Kenntnisse der westlichen und asiatischen Medizin. Die heimische Küche bauten sie in ein Labor um und perfektionierten die jahrhundertealte Rezeptur, die ihr Vater als Allheilmittel verschrieben hatte. Das Ergebnis: „Ban Kim Ewe“ – das „goldene Öl“.

Tag für Tag füllten die beiden Brüder kleine Glasfläschchen mit dem Heilmittel – kein Patient verließ die Apotheke ohne eine Probe des Balsams. Die heilende Wirkung des Balsams sprach sich schnell herum, die Nachfrage stieg beständig an. Bald nahmen auch andere Läden das goldene Öl der Brüder in ihr Sortiment auf – erst in Rangoon, dann in der ganzen Region.

Alte Fotos über die Marke Tiger Balm | Tiger Balm

Eine Tradition lebt fort: Tiger Balm heute

Für die steigende Nachfrage reichten die Kapazitäten der heimischen Küche schnell nicht mehr aus. Mit eigenen Fabriken und strategischem Vertrieb gaben die beiden Brüder der asiatischen Erfahrungsmedizin einen professionellen Rahmen. Der Tiger, das chinesische Symbol für Kraft und Stärke, wurde zum Markenzeichen des Unternehmens und Sinnbild der heilenden Wirkung des Balsams – aus „Ban Kim Ewe“ wurde „Tiger Balm“.

Überzeugt von der Wirkung des natürlichen Heilmittels bereiste Boon Haw – der Namensgeber des Balsams – als Vertreter des Familienunternehmens immer weiter entfernte Regionen und eröffnete schließlich eine weitere Geschäftsstelle in der pulsierenden Hafenstadt Singapur. Mit Seefahrern und Händlern ging Tiger Balm auf die große Reise – der Rest ist Geschichte.

Aus der kleinen Apotheke ist in den letzten hundert Jahren ein erfolgreiches Unternehmen geworden: HAW PAR BROTHERS. Heute werden die Produkte von Tiger Balm in mehr als achtzig Ländern auf der ganzen Welt verkauft – hergestellt im Vertrauen in die natürliche Heilkraft traditioneller Medizin nach der Rezeptur der Brüder Boon Par und Boon Haw.

Tiger Balm Rot N. Anwendungsgebiet: Zur Förderung der Hautdurchblutung. Tiger Balm Weiss. Anwendungsgebiete: Zur äußeren Anwendung zur Verbesserung des Befindens bei Erkältungsbeschwerden wie unkomplizierter Schnupfen und Bronchialbeschwerden. Zur Förderung der Hautdurchblutung bei Muskel- und Gelenkbeschwerden wie Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen. Warnhinweise für rot N und weiss: Enthält rac. Campher, Levomenthol, Cajeput- und Pfefferminzöl. Nicht auf Augen und Schleimhäute aufbringen. Nicht in die Nase einbringen. Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.